Stephan Standfuß MdA
Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin

Steglitz-Zehlendorf
Danke für den Zusammenhalt.
Konsequenzen für die Zukunft.
Der Stromausfall Anfang Januar war kein gewöhnlicher technischer Defekt.
Ein gezielter Brandanschlag auf unsere Stromversorgung traf rund 100.000 Menschen im Berliner Südwesten und legte Teile unserer kritischen Infrastruktur über mehrere Tage lahm.
Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, Helfern und den vielen Menschen in unserem Bezirk, die in diesen schwierigen Tagen füreinander da waren.
Dieser Zusammenhalt hat gezeigt, was unsere Gemeinschaft ausmacht.
Aber zur Wahrheit gehört auch: Nicht alles hat funktioniert. Wir müssen aus den Erfahrungen lernen und unsere kritische Infrastruktur, unsere Krisenvorsorge und die Kommunikation mit der Bevölkerung deutlich widerstandsfähiger machen.
Und ebenso klar ist: Wer aus extremistischen Motiven unsere Energieversorgung angreift und damit das Leben und die Gesundheit unbeteiligter Menschen gefährdet, greift unsere Gesellschaft an.
Gegen solche terroristischen Bedrohungen müssen wir mit aller Konsequenz des Rechtsstaates vorgehen. Der Schutz der Bevölkerung und unserer kritischen Infrastruktur hat für mich höchste Priorität.
Das Licht ist wieder da. Unsere Aufgabe bleibt: die richtigen Konsequenzen zu ziehen, unsere Infrastruktur besser zu schützen und Steglitz-Zehlendorf für künftige Krisen widerstandsfähiger zu machen.
Wenn Hilfe zählt.
Sind wir vor Ort.
Am zweiten Tag des Stromausfalls wurde die Situation für viele Menschen zunehmend schwieriger. Deshalb haben wir die CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Clayallee geöffnet und ganz praktische Hilfe angeboten: einen warmen Ort, Kaffee und Tee sowie die Möglichkeit, Handys und andere wichtige Geräte mit Strom zu versorgen.
Auch das Bürgerbüro von Stephan Standfuß war rund um die Uhr für die Menschen geöffnet.
Es diente als zusätzliche Anlaufstelle für Notfälle, um Hilfesuchende zu unterstützen, Informationen weiterzugeben und notwendige Hilfe zu koordinieren.
Besonders wichtig war uns dabei der Blick auf diejenigen, die kaum noch Zugang zu Informationen hatten. Deshalb unser Aufruf: Schauen Sie nach Ihren Nachbarn, sprechen Sie mit Freunden und Bekannten und geben Sie Hilfsangebote weiter.
In einer Krise zählt nicht nur, was man fordert.
Es zählt, dass man füreinander da ist, Verantwortung übernimmt und dort hilft, wo Hilfe gebraucht wird.
Als der Bezirk dunkel wurde.
Waren wir unterwegs.
Schon in den ersten Stunden des Stromausfalls waren wir nachts in den betroffenen Gebieten unterwegs.
Wir wollten uns selbst ein Bild davon machen, wo Hilfe fehlte, welche Probleme die Menschen hatten und was unmittelbar getan werden konnte.
Viele Menschen waren ohne Strom, Licht und Wärme. Hinzu kamen Probleme, die auf den ersten Blick kaum sichtbar waren – etwa ausgefallene Hebeanlagen oder Menschen, die aufgrund des Stromausfalls nur noch schwer Informationen und Unterstützung erreichen konnten.
Über unsere Hotline erfuhren wir von vielen dieser konkreten Schwierigkeiten. Deshalb sind wir durch die betroffenen Gebiete gefahren, haben Anlaufstellen und Hilfsangebote überprüft und geschaut, wo wir unterstützen, verbessern oder zusätzliche Hilfe organisieren konnten.
Denn gerade in einer Krise zählt eines: Präsenz. Hinhören, hinsehen und handeln – dort, wo die Menschen uns brauchen.
Vor Ort geprüft.
Hilfe besser koordiniert.
Am zweiten Tag des Stromausfalls waren wir mit unserem Team im Rathaus und haben uns ein Bild von der Arbeit des Krisenstabs, dem Lagezentrum und den eingerichteten Notunterkünften gemacht.
Dabei konnten wir auch die Erkenntnisse aus unseren nächtlichen Fahrten durch die betroffenen Gebiete und die Rückmeldungen aus unserer Hotline weitergeben. Denn entscheidend ist, dass Informationen aus den Kiezen dort ankommen, wo Hilfe koordiniert wird – damit sie anschließend schnell die Menschen erreicht, die sie benötigen.
Vieles war gut organisiert. Gleichzeitig haben wir auf einen wichtigen Punkt hingewiesen: In den vollständig dunklen Wohngebieten musste die Polizeipräsenz verstärkt werden.
Ausgefallene Alarmanlagen und teilweise verlassene Häuser konnten zusätzliche Sicherheitsrisiken schaffen.
Krisenmanagement bedeutet für uns deshalb auch: die Lage vor Ort kennen, Probleme an die Verantwortlichen weitergeben und darauf achten, dass Hilfe und Sicherheit dort ankommen, wo sie gebraucht werden.